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Gedenkspiel für verstorbenen Ex-Arminen Mike Schürmann


Am 12.04.2019, auf dem Sportplatz des VfL Schildesche. Hier der Artikel aus dem Westfalen-Blatt, vom 15.04.2019:


Gedenkspiel für den am 8. Februar verstorbenen Ex-Arminia-Profi Mike Schürmann. Am Freitag spielten ehemalige Weggefährten des Bielefelder Clubs VfL Schildesche, unterstützt von den Ex-Arminen Thomas von Heesen (hintere Reihe, Zweiter von rechts), Thomas Stratos (hintere Reihe, Erster von links), Jörg Bode (vordere Reihe, Erster von links) und Roland Kopp (daneben). Foto: Andreas Schnadwinkel

Von Andreas Schnadwinkel

Bielefeld (WB). Gedenkspiel für Mike Schürmann : Auf dem Fußballplatz des VfL Schildesche am Viadukt haben am Freitagabend ehemalige Weggefährten des am 8. Februar im Alter von nur 46 Jahren verstorbenen Ex-Profis von Arminia Bielefeld gedacht.

Zum Team Mike Schürmann gehörten neben Spielern des VfL Schildesche, die in der D- und C-Jugend mit ihm im Verein gekickt hatten, auch vier prominente Fußballer: Thomas von Heesen, Thomas Stratos, Jörg Bode und Roland Kopp aus der Arminia-Mannschaft, mit der Mike Schürmann von 1994 bis 1996 der Durchmarsch in die Bundesliga gelungen war. Nach seiner Zeit beim DSC stand der Mittelfeldspieler noch bei Rot-Weiß Essen und dem FC Gütersloh als Profi unter Vertrag.

Im Vorfeld hatten die Organisatoren ganz bewusst nicht öffentlich für das Gedenkspiel geworben. »Wir wollten es so familiär wie möglich halten«, sagte Andreas Heibrok vom VfL Schildesche, in dessen Vereinsgeschichte Mike Schürmann der einzige Spieler mit späterer Profilaufbahn ist. Darauf darf man stolz sein. Natürlich wären schon allein wegen der vier Ex-DSC-Profis viele Arminia-Fans auch bei drei Grad und Graupelschauer an die Talbrückenstraße gekommen. Roland Kopp war eigens aus Basel angereist, und Thomas von Heesen hatte von Hamburg mehr als vier Stunden gebraucht: »Über Hannover war alles dicht. Ich musste über Bremen.«

Die Geste der Mitspieler von einst rührte Mike Schürmanns Tochter Lina und seine

Ex-Frau Alexandra sichtlich. »Ich finde es sehr schön, wie ihr meines Vaters gedacht habt«, sagte Lina Schürmann. Besonders das extra für dieses Spiel entworfene Trikot löste emotionale Erinnerungen aus. Auf dem schwarzen Stoff erkennt man vorne in der Streifenoptik Mike Schürmanns Porträt, sein Name steht über der Rückennummer 23, der Trauerflor am rechten Ärmel ist grau, und auf die untere Rückseite sind die Unterschriften des Teams Mike Schürmann gedruckt.

Gegner im Gedenkspiel war die Altliga-Mannschaft des VfL Holsen aus Bünde (Kreis

Herford). Als nach der Gedenkminute der Ball rollte, war schnell klar, dass sich die Gäste etwas vorgenommen hatten. Schnell führten sie 3:0 und ließen den Ex-Profis wenig Raum. Von Heesen (57), Stratos (52), Bode (49) und Kopp (54) nahmen ihre gewohnten Positionen – Mittelfeld, Abwehr, rechtes Mittelfeld und Rechtsaußen – ein und ließen den Ball ganz gut laufen. Aber im Sturmzentrum fehlte die Durchschlagskraft. Die Zuschauer freuten sich, dass Thomas Stratos’ berüchtigte Abseitsfalle inklusive des gehobenen Arms noch funktioniert und Roland Kopp einen seiner typischen Lupfer zum 1:3 versenkte. Nach 70 Minuten ging Holsen mit 4:1 als Sieger vom Platz.

Doch das war, bei allem sportlichen Ehrgeiz, an diesem Abend völlig egal.


15.04.2019